Wie funktioniert die Projekt Suche auf Freelancer Plattformen?

Freelancer im Einsatz

Welche Freelancer Unternehmen den höchsten Nutzen bieten

Freelancer – unverzichtbar in Zeiten digitaler Transformation und Industrie 4.0

Freelancer sind für viele Unternehmen ein notwendiges Übel. Am liebsten würde man alle Arbeiten von internen Mitarbeitern erledigen lassen. Kein Know-How-Abfluss, keine Probleme mit Scheinselbständigkeit oder verdeckter Arbeitnehmerüberlassung… aber oft fehlt es im Unternehmen einfach an den entscheidenden Stellen an notwendigem Know-how. Gerade im Zusammenhang mit Industrie 4.0 und der Digitalisierung zeigt sich: Know-how ist der Schlüssel zum Erfolg. Und Freelancer können dieses Know-how bieten – flexibel und on demand.

Qualifikationsprofile von Freelancern

Aber welchen Freelancer-Typ soll man einsetzen, um den größten Nutzen zu generieren? Wie bei internen Mitarbeitern, gibt es auch bei Freelancern unterschiedliche Qualifikationsprofile.

Generalisten

Bekanntlich verfügen Generalisten über Skills in allen Teilbereichen, die ein Fachgebiet ausmachen, in keinem der Teilbereiche jedoch über tieferes Wissen. Grafisch lässt sich das Qualifikationsprofil eines Generalisten so darstellen:

Generalisten sind breit aufgestellt
Abb. 1: Generalist

Spezialisten

Ganz anders der Spezialist: Ein Spezialist kennt sich im Extremfall nur auf einem Gebiet, seinem Spezialgebiet aus:

Spezialisten kennen sich nur auf einem Gebiet aus
Abb. 2: Spezialist

t-shaped profiles

Neben den Generalisten und den reinen Spezialisten gibt es noch eine Mischform, die oft t-shaped genannt wird. Mitarbeiter mit einem solchen Profil, verfügen über vertiefte Kenntnisse in einem bestimmten Bereich und darüber hinaus auch noch über breites Wissen in angrenzenden Bereichen.

Die Mischform: t-shaped Profil
Abb 3.: t-shaped Profil

Welche Freelancer-Typen für welches Projekt?

Klassische Projekte

In Projekten die klassisch nach dem Wasserfallmodell gesteuert werden, ist es am effizientesten in der Implementierungsphase auf Spezialisten zu setzen. Diese bringen das notwendige Wissen bereits mit und es muss kein Aufwand in den Know-how-Aufbau investiert werden. Dies gilt besonders dann, wenn die Transaktionskosten für das Onboarding der Freelancer niedrig sind. Kurze, punktuelle Einsätze von Experten können dann sehr effizient sein.
Etwas anders sieht es in der Konzeptionsphase aus. Hier sind ideale Mitarbeiter t-shaped, da sie Konzepte an den geforderten Stellen auf ihrem Fachgebiet professionell erstellen können, gleichzeitig aber auch Schnittstellen nach allen Seiten berücksichtigen können.
Bei Freelancern vom Typ Generalist muss oft zu viel Zeit für den Know-how-Aufbau einkalkuliert werden. Bei internen Generalisten kann dies eine lohnende Investition sein, bei externen Mitarbeitern ist man in der Regel nicht geneigt, diese Kosten zu tragen.
Der Einsatz freiberuflicher Generalisten macht am ehesten Sinn im Bereich Projektmanagement und bei Aufgaben, die in der Regel von internen Mitarbeitern erledigt werden sollten, wenn Ressourcenengpässe überbrückt werden müssen. Allerdings begibt man sich hier oft in gefährliche Nähe zur Arbeitnehmerüberlassung und Scheinselbständigkeit.

Agile Projekte

Bei agilen Projekten sind die Verhältnisse etwas anders. Da es keine ausgearbeiteten Spezifikationen gibt, ist die Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten von hoher Bedeutung und t-shapes professionals sind gegenüber reinen Spezialisten im Vorteil.
Auch wenn oft zu hören ist, dass in agilen Projekten Generalisten eingesetzt werden sollten, so gelten die Bemerkungen zum Einsatz freiberuflicher Generalisten in klassischen Projekten auch für agile Projekte. Da es bei agilen Projekten keine Projektleitungsfunktion gibt, fehlen für reine Generalisten hier die Einsatzfelder.
Sollen Generalisten im Software-Entwicklungsbereich zur Überbrückung von Engpässen eingesetzt werden, so sollte man prüfen, ob der Einsatz etablierter Teams möglich ist um nicht in den Bereich der Scheinselbständigkeit zu geraten. Denn gerade in agilen Projekten, in denen es keine Spezifikationen gibt, die Vertragsbestandteil werden könnten, sind die Risiken sonst substantiell.